Diese Änderung hat praktische Auswirkungen für Versender und Empfänger:
- Möglicherweise müssen die Preisstrategien überarbeitet werden, um Zölle zu berücksichtigen
- Unerwartete Zölle können zu Lieferverzögerungen oder einer negativen Kundenerfahrung führen
- Es wird wichtiger denn je, Ihren Kunden die Gesamtkosten klar zu vermitteln
Um Verzögerungen zu vermeiden und sicherzustellen, dass Ihre Sendungen reibungslos verzollt werden:
- Stellen Sie sicher, dass alle Sendungen korrekte HS-Codes, Warenwerte, detaillierte Produktbeschreibungen und das Ursprungsland enthalten
- Berücksichtigen Sie neben der Mehrwertsteuer, den Bearbeitungsgebühren und den Transportkosten auch die Zollgebühren, um Ihre tatsächlichen Versandkosten zu ermitteln
- Wenn Sie das „Import One Stop Shop“ (IOSS)-Verfahren nutzen, wird der IOSS-Inhaber zum rechtmäßigen Zollanmelder, und DHL Express erledigt die Zollabfertigung der Sendungen in Ihrem Namen und nicht im Namen des Verbrauchers. Stellen Sie sicher, dass Sie DHL Ihre IOSS-Registrierungsdaten zur Verfügung stellen und dass DHL Express über eine gültige Vollmacht (POA) verfügt. Ohne eine gültige Vollmacht (POA) kann es zu Verzögerungen bei der Zollabfertigung kommen oder die Sendungen können gar nicht abgefertigt werden.
- Sofern Sie über eine Niederlassung in der Europäische Union oder einen Vertreter in der Europäische Union verfügen, stellen Sie DHL Express bitte eine gültige Vollmacht zur Verfügung, die es uns gestattet, in Ihrem Namen zu handeln, oder übermitteln Sie uns die vollständigen Kontaktdaten Ihres Vertreters in der Europäische Union für die Zollabfertigung. Wenngleich rechtlich nicht zwingend vorgeschrieben, trägt eine Niederlassung in der Europäische Union dazu bei, dass Ihre Sendungen reibungslos und ohne Unterbrechungen zollabgefertigt werden.
Anforderung an Produktkennzeichnungen
Gültig November 1, 2026:
Produktkennzeichnungen sind ein obligatorisches Feld auf Artikelebene, das für die Zollabfertigung erforderlich ist. Es handelt sich dabei um einen eindeutigen Code, der ein bestimmtes Produkt über die gesamte Lieferkette hinweg identifiziert.
Es gibt drei Arten:
- Standardisierte Produktkennung des Herstellers: basierend auf international anerkannten Standards wie der Global Trade Item Number (GTIN), der Manufacturer Part Number (MPN) oder der European Article Number (EAN). Die Angabe ist optional.
- Nicht standardisierte Produktkennzeichnung des Herstellers: Wird verwendet, wenn keine standardisierte Kennzeichnung verfügbar ist. Verkäufer können ihre eigene Kennzeichnung verwenden, wie beispielsweise eine interne Lagereinheit (SKU). Die Angabe ist verpflichtend.
- Händler-Identifikator: Ein eindeutiger Code, der den Verkäufer hinter jeder Online-Bestellung identifiziert. Die Angabe ist verpflichtend.
Was DHL Express tut, um zu helfen
Die DHL Express-Dienste in die und innerhalb der Europäische Union bleiben vollumfänglich betriebsbereit. Unsere Teams für Zoll und Regulierung bereiten sich aktiv auf die Zollreform der Europäische Union vor.
Wir unterstützen Sie bei:
- Zollkompetenz und regulatorische Beratung
- Tools zur Übermittlung präziser Sendungsdaten
- Laufende Aktualisierungen, während die Gesetzgebung der Europäische Union finalisiert wird.
- Kontaktaufnahme mit spezialisierten Fachleuten zur Gründung einer Niederlassung in der Europäische Union
Hierbei handelt es sich um eine verbindliche regulatorische Änderung, die von der Europäische Union eingeführt wurde. Es handelt sich weder um eine Gebühr noch um eine Richtlinie von DHL Express.
Länder der Europäischen Union:
Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden.
Europäische Kommission: Zollreform der Europäische Union
Die Europäische Union nimmt Importe von geringem Wert über E-Commerce-Plattformen ins Visier: Europäisches Parlament